Die silberne Spieldose

»Eine faszinierende Familiengeschichte vor dem Hintergrund der politischen Irrungen des 20. Jahrhunderts, vom Ersten Weltkrieg bis in die frühen 60er Jahre. Schicksale einer deutschen Familie jüdischen Glaubens, die zeigt, wozu Menschen fähig sind, die von einer Hass-Ideologie geprägt sind. Zugleich berührend, erschreckend und spannend. Ein lesenswertes Buch, das die deutsche Geschichte anhand einer Familie erzählt und so nahe heranführt an die Auswirkungen von Politik und Wahn.« – Beate Rottgardt, Ruhr Nachrichten

»Für Paul, in Liebe«, so lautet die Widmung, die der jüdische Silberschmied Johann Blumenthal aus Hamburg 1914 für seinen Sohn auf eine Spieldose graviert.

 

Es ist sein Abschiedsgeschenk, denn Johann meldet sich freiwillig in den Kriegsdienst, um für seine geliebte Heimat zu kämpfen. Das kostbare Andenken seines Vaters wird für Paul und seine Kinder zu einem Symbol für Hoffnung und Zusammenhalt, während der Hass auf sein Volk wächst und sich die Schlinge um die renommierte Juwelierfamilie enger zieht.

Das Erbstück wird den Blumenthals Trost schenken, sie in Gefahr bringen und eines Tages trennen. Bis es fast fünfzig Jahre später über Schicksalswege in die Hände der jungen Londonerin Lilian Morrison gerät und sich die silberne Spieldose ihrer älteren Schwester jede Nacht wie ein ungebetener Gast in ihre Träume schleicht.

Doch was hat das kostbare Andenken der Familie Blumenthal mit ihr zu tun?